Der Kurdistan Rote Halbmond Schweiz (HSK-CH) ist eine politisch und konfessionell neutrale Organisation. Wir verwenden den Begriff «Kurdistan» sowie kurdischsprachige Begriffe, die sich auf seine vier Regionen (Rojava «West», Bakur «Nord», Rojhilat «Ost» und Başûr «Süd») ohne politische Konnotation und nur in Bezug auf geografische Regionen und ihre Bewohner beziehen, unabhängig von ihrer Sprache, ethnischen Gruppe, Religion oder politischen Zugehörigkeit.

Wir stützen unser Handeln auf die Genfer Konventionen und die Grundprinzipien der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung:

– Menschlichkeit: Der Mensch, der Wille, seine Würde, sein Leben zu bewahren und sein Leiden zu lindern, stehen im Mittelpunkt unseres Handelns;

– Unparteilichkeit: Wir leisten unsere Hilfe nur im Hinblick auf die Notlage der Menschen und ihren Dringlichkeitsgrad, ohne Diskriminierung aufgrund von Ethnizität, Religion oder politischer Zugehörigkeit;

– Neutralität: Wir beteiligen uns nicht an politischen oder ideologischen Kontroversen, dennoch wollen wir uns für die Bedürfnisse der Menschen einsetzen, die wir verteidigen;

– Unabhängigkeit: Unsere Autonomie sowohl gegenüber Staaten, die Gewaltakte gegen die Zivilbevölkerung verüben, als auch gegenüber jeder anderen politischen Gruppe ist von zentraler Bedeutung für die Unterstützung der Bedürftigen;

– Freiwilligenarbeit: Die Mitglieder unserer Organisation handeln auf freiwilliger, ehrenamtlicher und selbstloser Basis und ihr Handeln wird vom Wunsch getrieben, anderen zu helfen;

– Universalität: Obwohl wir uns auf eine bestimmte geografische Region konzentrieren, wollen wir auf ein umfassenderes Ziel hinarbeiten: Die Linderung des menschlichen Leidens in der ganzen Welt.

Wir distanzieren uns jedoch vom Prinzip der Einheit. Tatsächlich nimmt das Rote Kreuz die Struktur der Staaten als Grundprinzip seiner Organisation an, mit einer einzigen Niederlassung in jedem Staat. In den Regionen der Welt, in denen wir tätig sind, sind Gewalttaten von Staaten eine der Hauptursachen für die Not der Zivilbevölkerung. Die Legitimität dieser staatlichen Eingriffe wird von der Bevölkerung weitgehend in Frage gestellt. Wir halten es für angebracht, zu vermeiden, dass unsere humanitäre Hilfe den Zwängen und Prioritäten der Staaten unterworfen wird. Diese Strategie ermöglicht es uns auch, in Situationen einzugreifen, in denen andere humanitäre Organisationen keine Möglichkeit dazu haben.

Menü schließen